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Kurzinfo “Sport, gutes Essen & Musik”- EP
Die Musik von Bambie zaubert jedem ein Lächeln aufs Gesicht. Ob beim Autofahren, auf dem Weg in die Arbeit, zur Schule oder in den Urlaub, jeder wird beschwingt und fröhlich an sein Ziel befördert. Die Texte, bzw. deren Aussage, getragen von wundervoll leichter Musik, sind auf das wesentliche im Gefühlsleben eines jeden ausgerichtet: Liebe… von ihren Anfängen bis zum Herzschmerz. Die Melodien sind leicht, luftig, smart und gelassen. Theatralik und Schwermut haben hier nichts verloren. Bambies Musik begeistert Jung und Alt. Frühlings- und Sommertage: hier ist die Musik dazu!
Info- Die Gilde des Guten Geschmacks
Woher und Warum “Die Gilde”…
(oben bei ihrer ersten kleinen Berliner Klub-Tour)
Es begann alles mit Börnd Nützl, als dessen Backing-Band sich “Die Gilde” zusammentat um die Charts mit deutschem Trashpop zu stürmen! Als Problem erwies sich dann doch die Distanz zwischen Sänger und Band, die hier in Nürnberg verweilte, während Börnd weiterhin durch Berlin lotterte. Logistisch natürlich ein Horror! Man entschloss sich die Zusammenarbeit auszusetzen. Was erhalten blieb und bleibt, sind die legendären, weihnachtlichen “Revue-Shows” im ehrwürdigen Nürnberger Burgtheater. Was ebenso bestehen blieb, war die Band. Ohne Sänger. Die sich nach wie vor traf um zu spielen…und dabei immer mehr schrieb, entwickelte und dadurch zusammenwuchs. Nach diversen Überlegungen entschloss man sich, eben mit sich selbst zu spielen. Man ernannte Gitarrist Sale Batnozic zum Sänger (Ein paar Erfahrungen als solcher durfte er ja bereits mit seiner eigenen Band “$ALE” sammeln…). Wohin die Reise ab hier gehen wird, könnt ihr in Zukunft auf diesen Seiten aktuell und exklusiv verfolgen…
Infotext Radio Dekanter EP
Welche Texte schreibt ein in Deutschland aufgewachsenes Flüchtlingskind, wenn die musikalische Sozialisation im Pop und Rock der ausgehenden 90er Jahre stattfand?
Natürlich Intergrationstexte !
Hallo Integration!
POUW! Sie ist da! Die Soloscheibe! Das Debutalbum! Die Radioshow…oder eher Kulturmagazin?
Soll man Lieder wie „Musiker de Luxe Leben“ als Integrationsaufforderung an die Plattenindustrie verstehen?
Soll man, ja!!!
Gebt den Flüchtlings- und Einwanderungskindern mal ´ne andere Stimme als die, der im Ghetto gar nicht mehr so cooler Metropolen, aufgewachsenen „Aggro“-Kids
und ähnlich sinnfreien Inhaltsverleumdern.
Kann man als Migrationshintergründler auch mal „Fick Dich“ und „Paternalismus“ in einem Song verwenden?
Darf man sich dann stilistisch zwischen Rock/ Pop/ Rap/ Reagge stellen? Oder muß man betroffen an seiner Gitarre rumschrammeln um nicht die Integrität der Vorstadt-Nerds zu verlächerlichen?
Anyway, vergeßt Hamburg, Berlin oder meinetwegen Köln. Hier im seperatistischen Franken, genauer, in jener Metropole aus deren Ursprünglern sich die halbe, kunstschaffende Bewohnerschaft Berlins zusammensetzt, nämlich Nürnberg, rockt die Ausländerschaft.
Ohne Szenen, den eigenen Progress aufhaltenden Nichtstuern und Projekte-Anleierern, einfach unter musikalisch-freundschaftlichen Verknüpfungen hat sich unser Songwriter hier vielseitig entwickelt; Spaß, Dada, Poesie, Rockgitarre, Heimorgel, Utopien, Verfremdung, Popelbeats, Wummerbass, Peace&Love…
Alles nachzuhören unter Radio Dekanter 90.411
Pop aus vollem Herzen
Pop aus vollem Herzen
Debütkonzert der „Gilde des Guten Geschmacks“
Die Gilde des Guten Geschmacks debütierte in der Pegnitzbühne mit optimistischem Deutsch-Pop.
Ein gut gewählter Name ist oft schon die halbe Miete: Wenn sich eine Band „Die Gilde des Guten Geschmacks“ nennt, dann scheint es ihr zumindest nicht an Humor und Selbstbewußtsein zu mangeln. Dass das Quartett bei seinem Debüt-Konzert in Nürnbergs knuffeligstem, öffentlichen Wohnzimmer, der Pegnitzbühne, auch musikalisch zu überzeugen wusste, verwundert nicht, wenn man die Vorgeschichte der Nürnberger kennt.
Sänger und Gitarrist Sale, Gitarrist Daniel Corriger, Bassist Sebastian „Zab“ Baumann und Drummer Swen Demel waren die Backing-Band des ins Berliner Exil ausgewanderten Nürnberger Trash-Poppers Börnd Nützl. Doch die Distanz zwischen Franken und Preußen erwies sich bald als zu groß, um weiter ernsthaft zusammen arbeiten zu können. Der Spaß am gemeinsamen musizieren blieb auch ohne Börnd, und schon bald hatte die einstige Begleitcombo ihr eigenes Profil. Kein Wunder: Texter und Hauptsongschreiber Sasa Batnozic hat unter seinem Spitznamen $ale, der auchNamensgeber für sein gleichnamiges, mittlerweile aufgelöstes Trio war, in den letzten Jahren mit intelligentem, unkonventionellem Deutschpop auf sich aufmerksam gemacht. Vom grüblerischen, stets leicht verkopften $ale-Sound ist bei der Gilde allerdings nur noch wenig zu spüren. Vielmehr verschreibt man sich mit voller Inbrunst der Klarheit, der Einfachheit, dem Spaß, dem Pop. Zum Auftakt gibt es mit „Musiker de Luxe Leben“ eine gute Portion selbstironischen Midtempo-Bluesrock in bester Stoppok-Manier, so locker wie ihn Musiker bringen, die über ihre eigenen Rockstar-Illusionen mittlerweile herzlich lachen können.
Funk, Soul, Roots-Rock bis hin zu Dancehall und purem Pop scheinen im Laufe des Abends durch die Songs, die vom alltäglichen berichten, manchmal nur knapp am Trivialen vorbei schrammen, aber stets aus vollem Herzen das Mensch-sein feiern:
„Lebe Liebe“ singen sie zum brodelnden Funk ihres „Buggi Wuggi“ und das Publikum stimmt dankbar ein. Manchmal ist mit zwei Worten alles gesagt.
Nürnberger Nachrichten 13.09.2010 Peter Gruner
Schuld
Kannst du das jetzt bitte mal halten
Ich muß mal kurz duschen, ich brauch ´nen klaren Kopf
Du kannst es währendessen betrachten
Aber schmeiß es bitte nicht weg
Bin gleich zurück, ich brauch nicht mal ´ne Stunde
Dann können wir verhandeln, uns vielleicht sogar verzeihen
Ich will nur klarstellen, ich hab damit nichts zu tun
Ich bin nur der Anlaß und du nicht alleine schuld
Ich stehe nicht am Eingang und weise dich zurück
Ich bin nur der Einlaß und öffne dir die Tür
Nachdem wir soweit sind, für alles bereit
Ein Leben für den Wahsinn, den eigenen Vorteil
Alles muß raus hier, totaler Ausverkauf
Bezahlt wird für gar nichts, is´ eh alles geklaut
Ich will nur klarstellen, ich hab damit nichts zu tun
Ich bin nur der Anlaß und du nicht alleine schuld
Ich stehe nicht am Eingang und weise dich zurück
Ich bin nur der Einlaß und öffne dir die Tür
Schmierentheater
Ein Placebo zum Verschwinden
Einen Platzhalter für das Alter Ego
Ein Äqvivalent für einen Morgen danach
Ein Substitut für Liebe
Eine Ladung Kokain für den Abschluß
Und ein Glas zum abtauchen
Einen guten Abspann für das Outro
Ein müdes Lächeln auf deinem Gesicht
Eine Fahrt in die Tiefe, Dropspot über dir
Ein Zoom ins Unscharfe, ein langer Fade aufs totale Blackout
Applauslicht an, hundert Prozent
Aufs Portal! Hinauf mit dir
Eine letzte Verbeugung, ein letztes Mal der Pelleas oder Romeo
Deine Laufwege sind kaum auszuleuchten
Du stehst nie im Licht, ignorierst deine Markierung
Hälst dich nicht an das Scheiß Script
Wenn der Vorhang fällt, das Saallicht verstummt
Die Bühne sich langsam erhellt
Gibt es kein zurück mehr, nur du im Verfolger
Alle Augen auf dich gestellt
Ein dümmliches Grinsen auf deinem Gesicht
Eine Fahrt in die Tiefe, Dropspot über dir
Ein Zoom ins Unscharfe, ein langer Fade aufs totale Blackout
Applauslicht an, hundert Prozent
Aufs Portal! Hinauf mit dir
Eine letzte Verbeugung, ein letztes Mal der Pelleas oder Romeo
Schattenwürfe
Wie zwei Schmetterlinge im feuchten Wind
Kleben wir aneinander fest
Überstehen die Stürme, überqueren die Flüsse
Sämtliche Meere
Und wollen doch immer mehr, wollen weiter und schneller und noch höher hinauf
Den Himmel einmal berühren und den Boden dabei noch betrachten
Das Leben zählen und es zählen lassen
Als ewiges, zwar unvorllkommenes, und doch vertrautes und einziges
Wir halten die Höhe gegen jeden Widerstand
Spüren keinen Halt mehr, Gravität bedeutungslos
Singen uns um den eigenen Verstand
Den Himmel einmal berühren und den Boden dabei noch betrachten
Das Leben zählen und es zählen lassen
Als ewiges, zwar unvorllkommenes, und doch vertrautes und einziges
Umschwirren leichten Flugs jeden Schattenwurf
Tänzeln torkelnd am Abgrund
Für das kleine bißchen bewahrter Unschuld
Musiker de Luxe Leben
Entschuldigung, für die Verspätung
Waren schon lange nicht mehr hier, wußten nicht mehr wie wir herkommen.
Entschuldigung, haben wir das schon erwähnt:
Wir wurden aufgehalten. Ein Telefongespräch! Mit unserem
Psychologen und der hat uns erzählt wir seien
Völlig gesund, es sei alles O.K.! Wir sagten:
Arschloch ! Bist du völlig verrückt, wir brauchen ein
Attest, ´nen pathologischen Befund.
Die totale Befreiung, Entlassung, Kündigung,
Verlegung in ein neues, stationäres Leben…wir wollen ein
…Musiker de Luxe Leben führen x4
Entschuligung, hatten wir schon das Vergnügen?
Sind wir uns schon mal begegnet? Wir haben uns gesehen!
Es is´ ´ne Weile her, Gestern noch gewesen,
haben dir damals schon in deinen Ohren gelegen.
Hier nochmal, buchstabiert, zur Wiederholung:
F-I-C-K dich und deinen CEO
Wir sind hier nicht mehr zu stoppen.
Wir toppen dein Portfolio, dein Angebot.
Wir wollen alles und noch viel mehr dazu
…Musiker de Luxe Leben führen x4
Hin oder her
Du hast Angst vor jeder Zeile, jeder Geste, jedem Wort
Jedem Zwinkern das dich entlarven könnte
Das Chaos triumphiert in deinem Kopf
Die Decke hebt die Decke senkt sich, ein leichter Unterdruck entsteht
Die Lunge pfeift, das Herz schwillt an, den letzten Überschuß
an Glück längst verbraucht
Hin oder her mit der Weisheit, unnütz wenn es schmerzt
Es gilt den Tag zu überstehen, denn es schmerzt so sehr
Das Arsenal vernachlässigt, Gefahrenpotenzial vollkommen unterschätzt
In den eigenen Hinterhalt gelaufen, Warnsignale einfach ausgesetzt
Es gibt wohl Indikationen die nicht mehr zu behandeln sind
Die sich tiefer bohren, immer tiefer bohren
Rauben Männern und Frauen den letzten Verstand
Hin oder her mit der Weisheit, unnütz wenn es schmerzt
Es gilt den Tag zu überstehen, denn es schmerzt so sehr
Fotoerinnerung
Der Regen schmiegt sich an dein Gesicht
Perlt von deiner Nasenspitze in ein Nichts
Ein Bild von dir das mich so fasziniert
Ich kann es nicht vergessen, trag es immer bei mir
Es tut so weh zu gehen doch ich weiß du kommst nicht mehr
Es macht keinen Sinn zu warten, warten auf ein Hirngespinnst
Sag, sag, sag schon was du sagen willst
Sag, sag, sag was dir am Herzen liegt
Ich hör dir zu, bin ganz Ohr, so nah bei dir
Ich geh nicht weg von hier, solange du nicht mit mir sprichst
Ein neuer Frühling kommt, Duft aus Blütenkelchen
Zärtlich tropfen die Tränen, schön war die Zeit mit dir
Meine Abdrücke von dir langsam schwinden
So wie die Geheimnisse zwischen deinen Schenkeln
Es tut so weh zu gehen doch ich weiß du kommst nicht mehr
Es macht keinen Sinn zu warten, warten auf ein Hirngespinnst
Sag, sag, sag schon was du sagen willst
Sag, sag, sag was dir am Herzen liegt
Ich hör dir zu, bin ganz Ohr, so nah bei dir
Ich geh nicht weg von hier, solange du nicht mit mir sprichst
Als Fotoerinnerung lebst du in mir weiter
Ich kann es nicht verdrängen, alles was passiert ist
Dich und deine Träume eingeschlossen
Dieses Bild von uns beiden will ich nicht verlieren
Sag, sag, was ist bloß mit uns passiert
Sag, sag, warum hast du mir denn nicht verziehen
Sag, sag, was ist bloß mit uns passiert
Ich geh nicht weg von hier, solange du nicht mit mir sprichst

