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Endstation

Gesucht werden Zeugen
Die ihn gesehen haben
Letzten Dienstag, spät Vormittags
Auf dem Weg in die U-Bahn

Er trug braune Schuhe und eine schwarze Hose
Und ein kaum sichtbares Hemd unter seinen dunklen Jacke
Ein kubanisches Musikermützchen auf seinem Kopf
In der einen Hand die Kippe, die andere nervös an der Wange

Er war unrasiert, seit zwölf Tagen
Völlig desillusioniert, seit drei Jahren
Er mußte fort von hier

Er löste seinen Fahrschein
Doch er brauchte mehr als das
Um loszukommen, loszulassen
Er begab sich auf sein letztes Gleis, Osteingang
Die Sonne wärmte, es war ein guter Tag um Abschied zu nehmen

Er war unrasiert, seit zwölf Tagen
Völlig desillusioniert, seit drei Jahren
Er mußte fort von hier

 

Der Utopist

wenn ich wüßte ich hätt noch ein leben
würd ich mich keineswegs aus meinem jetzigen stehlen
ich spekulier nicht was wird oder was war
was sein könnte, sein sollte muß nicht sein was ist
das wär stochastik aber ich bin und bleibe empiriker
halte mich nicht länger auf mit den scheiß zynikern
verliere die geduld mit klerikalhysterikern
und all den eitlen spitzenpolitikern

haut ab verpißt euch…
verschmutzt nicht die luft die ihr verkauft und ich noch atmen soll
hätt ich die wahl würde es euch hier nicht geben
lieber bleib ich utopist und dadurch am leben

und wenn wir schon einmal dabei sind
widmen wir uns einem medialen phänomen
ein modell bekannt unter dem namen b-prominenz
ein trauerspiel voller idiotie und demenz
das ist so spastisch gleichzeitig so bemitleidenswert
ein abbild unserer seele ins absurde verkehrt
ich verliere die geduld mit all den trendanalysten
und all den deutschland sucht den superstar finalisten

haut ab verpißt euch…
verschmutzt nicht die luft die ihr verkauft und ich noch atmen soll
hätt ich die wahl würde es euch hier nicht geben
lieber bleib ich utopist und dadurch am leben

 

Boogie Woogie

Herzlich willkommen, wir sagen hallo, wie geht’s
Wir hoffen ganz genauso gut wie uns das hier tut
Zusammen zu kommen, über Dinge zu singen, die uns vielleicht nie mehr passieren
Liebe, Vertrauen, in uns selbst und das was kommt

Lasst uns nicht versuchen zu sein, was viele gerne wären
Uns darüber hinaus fast selbst zu verlieren, viel mehr:
Wieder erstarkt als ob neu geboren, dem Verfall entgegen
Dem größtmöglichen Wachstum ergeben, wir sagen…

Lebe Liebe…

Du konstruierst hier Kausalitäten, wo komplexer Kontext besteht
Und während du hier kontinuierlich Banalitäten streust
Explodiert der Zeitgeist in ihren Köpfen
Burn, Baby, burn…wir sagen

Lebe Liebe

Wers glaubt wird selig! Ich wollt´ es würde mir besser zu Gesichte stehen
Anstatt hier mit apokalyptischen Phrasen vermeintlich zu erregen..

Lebe Liebe, Boogie Woogie….

 

Bombenstimmung

Bist du einer von denen die gern würden wenn sie könnten aber nicht können weil sie nicht sollten
Oder gehörst du zu denen die anfangen über Kunst zu fabulieren wenn es dazu kommt über sich selbst zu reden
Ich erzählte dir von Hoffnung, den Wünschen, dem Willen diese Träume zu leben
Du erwiderst mit Angst und mit Zorn und mit Trauer, mit Wut und Aggressionen

Sind wir denn alle Mohammends um uns mit Progress zu verschonen
Das ist doch billigste Psychologie, stets selbstbezogen und dabei gleichzeitig völlig verlogen

Verlogen, verlogen, erstunken und erlogen
Verlogen, verlogen, erstunken und erlogen
Gib mir mehr davon ich hab noch lange nicht genug

Möge die Schöpfung des Universums dich segnen, uns segnen
Möge Buddah uns erleuchten
Die heilige Kuh uns an ihrer Milch laben lasse, Allah uns durch den Tod erlösen
Der liebe Gott uns über dem Abgrund der Hoffnung baumeln lassen
Wir bleiben wie wir sind weil wir sind was wir sind, eine Bombe im Arschloch der Schöpfung

Sind wir denn alle zu narzistisch um uns mit Progress zu verschonen
Das ist doch billigste Psychologie, stets selbstbezogen und dabei gleichzeitig völlig verlogen

Verlogen, verlogen, erstunken und erlogen…

 

Alles was du brauchst

Hey hey, bleib stehn, wol willst du hin
Ich hab noch was zu sagen
Is´ schon OK mich dabei nicht anzusehen
Ich hab da nur noch n´paar Fragen

Hast du noch nicht genug, oder willst du mehr
Wir haben hier von allem zu viel, nimm dir was du willst
Nichts hält sich hier mehr die Waage
Alles nur noch so halbwegs im Lot

Alles was du brauchst steht vor dir
Nimm es oder lass es sein
Komm nicht hinterher zu mir
Und sag ich hätte nichts erwähnt
Das wär gelogen, erstunken und erlogen

Du kannst wählen zwischen denen, zwischen uns oder solchen die immerzu das gleiche erzählen
Von wegen, es hätte immer nur das eine und einzigen Erbrecht gegeben
Ach was, wir leben regiert von Zombies, Eschatologen und Söhnen die uns permanent verhöhnen
Einem welken Paternalismus fröhnen, wir sagen fahrt zur Hölle

Nun sieh dich an, auf allen vieren suchst du nach dem Verstand
Nach Erklärungen, dem letzten, verbliebenen Widerstand

Wie viele Male hast du es bisher versucht
Wie viele Menschen dabei kolossal betrogen
Sag mir wie oft hast du dies unter Immanenz verbucht
Dich in deiner eigenen Transzendenz belogen
Sag mir wohin von hier, und wie weit willst du gehen
Und warum und überhaupt, weswegen

 

Wer oder was ist dieses “$ALE”

Was bedeutet “Sale, wer ist dieses “Sale” :
Rein semantisch eine gebräuchliche, vielmehr liebliche Verformung des Namens Sascha. Hauptsächlich verbreitet östlich der Adria, dem Balkan ! Genauer dem ehemaligen Jugoslawien. Ethymologischer Ursprung : keine Ahnung !
Physisch ist unser hier vorliegender Fall ein in erster Generation, auf mitteleuropäischem Boden geborener serbischer Abkömmling eines vor vielen Jahren zugewanderten Kroaten und einer Bosnierin. *Lebenslauf* In seinem Mischverhältnis also ein interessantes Subjekt der heutzutage medial weit verbreiteten demographischen Gruppe der “Menschen mit Migrationshintergrund” ( für A&Rs also schon mal ein erster Anhaltspunkt bei der Fragestellung wie dieses Produkt bitteschön zu verkaufen sei ! ); interessant auch insofern da es sich bei diesem Exemplar um eines der deutschen Sprache mächtiges Individuum handelt ! Welches durchaus vielschichtigere Phrasen im Stande ist zu formulieren als : ” Yalla lan, bin isch Kino oda was ?”, wenn es um Themen des Daseins, der komplexen, hormonell bedingten Zustände und Verwirrungen des alltäglichen Lebens geht !
Musikalische Verortung :
Auch hier fallen die Klassifizierungen aus dem Rahmen der, den durschnittlichen Konsumenten eindimensional anbiedernden Hörbilder; mal Rock, mal sanft Songschreiber-orientiert, mal schrill und schräg, mal leise rezitiert, und oft einfach nur Pop !
Vorsicht ! Natürlich haftet dem Gebrauch von mehr als drei Tönen im Akkord immer ein gewisses sich-über-den-jugendhaft-hybriden-wir-machen-einfach-drauflos-und-klingen-frisch-dabei-Charme zu erheben, oder anders : erwachsen klingen zu wollen ! Das dies nur bedeutet einfach nur uncool zu sein will hier niemand bestreiten ! Achtung A&Rs, ein nächster Schritt in der Beleuchtung der Verwertbarkeit dieses “Materials” :
UNCOOL IS THE NEW COOL !!! Die Markteffiziens eines solchen Slogans zu prüfen bleibt euch überlassen.
Schließlich selbst überzeugen, von Gehalt, phonetischer Umsetzung und Verkaufstechnischer Relevanz unserer Musik, kann sich auf diesen Seiten jeder der möchte; jeder dem es in erster Linie um Musik geht, der seinem Breitengrad entsprechend, verständliche Texte hören will; seine physische Erscheinung, ähnlich uns, wenig ernst nimmt, dafür umso mehr seinen Ideen, seinem Drang mehr wissen zu wollen, seiner Liebe zu diesem Himmelskörper eine Form von Soundtrack verleihen möchte…
Mit anderen Worten : seid nackt und fasst euch an, vor allem habt Spaß am Leben…lebe Liebe

Zuletzt dabei, meine zum Teil obskuren bis trivialen Ideen des Songwritings umzusetzen, und vor allem die Mitspieler des zuletzt aufgenommenen Tonmaterials ( unter der Rubrik -Salemusik- zu hören) sind der fabelhafte Neueuropäer Martin Weclewski am Schlagzeug oder ähnlichen perkussiven Klangerzeugern.
Bass spielt der, als durchaus nicht pathologisch zu bezeichnende Autist Andre Schulz, der sich auch um die tatsächliche, audiophile Übertragung der Signale aus den Verstärkern, den Fellen den FIngern und Bändern kümmert. Meine herzlichsten Umarmungen den beiden die soviel Zeit in letztendlich nichts als die Musik gesteckt haben. Ihr seid mein und ich bin euer Blut, Big Ups, Ich liebe es mit euch zu spielen.

Es gab im Lauf der letzten Jahre soviel Musiker, soviel Freunde die Zeit in meinen Scheiß investiert haben, das auch hierfür ein dickes Danke steht, und mehr noch ein hoffentlich-bald-wieder-zusammen rocken, “flowen”, absacken, lachen und geben steht…das sind meine Männer :
Özür Kantar, Sascha Pieler, Robert Bruckner, Wuschi Ebert, Rainer Hauser, Norman Czinczoll, Alex Bayer, Peter Adamietz, Sebastian Baumann, Hannes Voltz, Johannes Billich, Gabriel Geller, Tobias Zillner, Swen Demel, Mike Winkler, Daryl Bark, Toni Hinterholzinger…
Hey Jungs, Nürnberg lebt und schwingt…and so do we
Unter -salemusik- gibt es die meisten der Platten die ich selbst veröffentlicht habe zum kompletten hören, zum Teil auch als Download ! Hört rein, lacht euch ´nen Ast, habt Spaß.

 
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